19.04.2021. Monza / Brühl. Rennfahrer Joel Sturm aus Brühl sorgte im Qualifying für die GT4 European Series in Monza / Italien am vergangenen Samstag für eine Sensation.

Der 19-Jährige ließ bei seinem Debüt in der Rennserie im ersten Zeittraining um die Startplätze für das erste Rennen 45 Autos hinter sich und sicherte sich mit einem Vorsprung von über einer halben Sekunde den ersten Startplatz.

Im Autodromo Nazionale di Monza waren am vergangenen Wochenende 46 GT4-Rennwagen beim Saisonauftakt der European GT4 Series am Start. Joel Sturm war erstmals auf der 5,793 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsstrecke in Monza vor den Toren Mailands unterwegs. Im Team Allied Racing teilt sich der Abiturient einen Porsche 718 Cayman GT4 CS MR mit dem 28-jährigen Dänen Nicolai Möller-Madsen. Da beide Fahrer bei der FIA als "Silber-Fahrer" eingestuft sind, sind beide auch in der Silber-Cup Wertung in der GT4 European Series punkteberechtigt.

Bereits in den beiden freien Trainings kam Joel gut zurecht. Sturm / Möller-Madsen beendeten den Trainings-Freitag auf den Plätzen eins und sechs.

Für sein Qualifying hatte Joel "das Ziel im Kopf, Pole Position zu fahren". Als ihm sein Ingenieur über Funk die Nachricht überbrachte, freute sich das Nachwuchs-Talent nach einer tollen Leistung riesig über seine erste Pole Position im Automobilrennsport.

Joel fuhr den Start zum ersten Rennen und die erste Rennhälfte. Das GT-Nachwuchstalent hatte einen guten Start. Nach der ersten Kurve war Joel auf Platz zwei, weil ein Toyota das Beschleunigungs-Duell gewann. Joel fuhr nahezu das ganze Rennen auf dem zweiten Platz und das bei einem riesigen Starterfeld von 46 Rennwagen. Als vierter fuhr der Brühler in die Box, um den Porsche an seinen Teamkollegen zu übergeben. Durch ein technisches Problem beim Boxenstopp, wo das Auto immer wieder ausging, verlor man viel Zeit und das Fahrzeug mit der Startnummer 22 kam nach einer Stunde Renndauer auf dem 31. Platz ins Ziel.

 

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Das zweite Rennen am Sonntagmittag startete Joels dänischer Teamkollege von Startplatz neun. Gleich nach dem Start gab es einen Vorfall mit einem anderen Fahrzeug, wofür Möller-Madsen später mit einer Durchfahrtsstrafe durch die Boxengasse bestraft wurde. Zur Rennhalbzeit übernahm Joel das Steuer und setzte die Aufholjagd fort. Von Platz 32 nach der Strafe bis zum Rennende kam das Duo noch bis auf Platz 15 nach vorne und sicherte sich dazu noch wichtige Punkte für die Silber-Cup-Wertung.

Zu seinem Debüt in der europäischen GT4-Serie sagte Joel: "Das Highlight war die Pole Position. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Qualifying in Monza. Der Rest ist noch ausbaufähig. Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Rennen in Paul Ricard. Ich war bereits dort zum testen und kenne die Strecke. Vielen Dank an das Team, das einen guten Job gemacht hat. Die Mechaniker und Renningenieure haben bis in die Abendstunden viel gearbeitet."

Die nächsten Rennen zur GT4 European Series finden vom 28.-30. Mai auf dem Circuit Paul Ricard in Südfrankreich statt.

Text: Susanne Roßbach

Fotos: Gruppe C