Joel Sturm aus Brühl sicherte sich im Rahmen des fünften Rennwochenendes der ADAC GT4 Germany 2020 auf dem Lausitzring einen vierten Platz. Beide Rennläufe fanden unter widrigen Bedingungen und bei Dunkelheit statt.

Ein vierter Platz im zehnten Wertungslauf der Saison der ADAC GT4 Germany 2020 bedeutete für Joel Sturm zugleich Rang drei in der Juniorwertung des einstündigen Rennens und somit eine Platzierung auf dem Podium. Das Rennen, das zuvor in der Abenddämmerung gestartet wurde und in der Dunkelheit endete, zeichnete sich durch einen Verlauf mit Unterbrechung, Safetycar-Phasen und einem vorzeitigen Abbruch aus. Sturm, der zuvor in der Qualifikation einen soliden fünften Startplatz herausgefahren hatte, verbesserte sich bis zum Fahrerwechsel auf den vierten Platz, Teamkollege Dennis Fetzer übernahm den Porsche Cayman GT4 MR des Teams Allied-Racing zur Rennhälfte und fand sich nach den Boxenstopps aller Konkurrenten auf Position zwei im Klassement wieder. Bis zum vorzeitigen Abbruch des zehnten Saisonlaufs aufgrund mehrerer Unfälle der Konkurrenz fiel Fetzer zwei Ränge zurück, was im Ziel schließlich den vierten Platz bedeutete.

Joel Sturm erklärte daraufhin: „Nach der ersten Unterbrechung habe ich mich dazu entschieden, aufgrund der immer weiter abtrocknenden Strecke auf Slicks zu wechseln. Von dem erhofften Vorteil konnte mein Teamkollege daraufhin leider nicht profitieren, da das Rennen nach dem Fahrerwechsel nur für eine Runde freigegeben wurde, ehe das Safetycar erneut auf die Strecke kam.“

Kampfgeist bleibt am Samstag unbelohnt

Im Samstagsrennen glänzte Sturm erneut mit einer sehenswerten Aufholjagd. Nachdem er den Porsche Cayman zur Hälfte des Rennens am hinteren Ende der ersten Zehn übernommen hatte, verbesserte sich das junge Talent aus Brühl bis auf den zweiten Rang nach vorn. Den hinter ihm liegenden Nicolaj Moller-Madsen im Schwesterfahrzeug des Teams ließ Sturm aufgrund der besseren Platzierung in der Meisterschaft vorbeiziehen, im Kampf um die verbliebene Position auf dem Podium entbrannte ein enger Kampf. In der vorletzten Runde beendete ein Fahrfehler die Hoffnungen auf das beste Ergebnis der Saison. Dennoch gelang es Joel Sturm, bis dahin seine Platzierung zu behaupten und erneut eindrucksvoll unter Beweis zu stellen, dass er sich an der Spitze des Feldes mittlerweile etabliert hat. Sturm resümierte nach dem Rennen: „Natürlich ist es schade, kurz vor Schluss mit einem Fahrfehler auszuscheiden, aber auch das gehört zum Motorsport dazu, wenn man eng miteinander kämpft. Wir haben auch an diesem Wochenende gezeigt, dass wir konstant an der Spitze mitmischen, was auch meine Bestzeit im Training am Freitag gezeigt hat. Meine Hoffnungen ruhen nun auf dem Saisonfinale in Oschersleben, dass wir dort endlich eine Top Platzierung umsetzen können, nachdem wir in den letzten Rennen so oft dicht dran waren.“

Das Saisonfinale der ADAC GT4 Germany findet bereits am nächsten Wochenende in Oschersleben in der Magdeburger Börde statt.